Du möchtest mehr über deinen Zyklus (oder den deiner Frau/Freundin) wissen und fragst dich, ob die Ernährung dabei eine Rolle spielt?

 

Die Hormone einer Frau sind unfassbar wichtige Botenstoffe und haben einen enormen Einfluss auf das Wohlbefinden und die emotionale Stimmung.

Viele Frauen haben mit ihrem Hormonhaushalt zu kämpfen und plagen über einen langsamen Stoffwechsel,

Heißhungeranfällen,  Stimmungsschwankungen und einem unregelmäßigen Zyklus.

Neben dem Stress und weiteren Faktoren hat die Ernährung einen großen Stellenwert in diesem ganzen Hormon-Durcheinander.

Um das etwas besser zu verstehen begleite ich Dich nun durch die vier unterschiedlichen Hormonphasen.

 

 

Der durchschnittliche Zyklus einer Frau dauert circa 28 bis 35 Tage.

In dieser Zeitspanne kämpft sich der Körper durch vier verschiedene Hormonphasen, die es manchmal ganz schön in sich haben und

unterschiedliche Bedürfnisse mit sich bringen.

Deshalb möchte ich Dir hier keine Lebensmittel oder Ernährungsmethoden empfehlen, bei denen du verzichten musst.

Sondern lediglich vorschlagen, mit welchen Lebensmitteln du diese Bedürfnisse unterstützen und dir etwas Gutes tun kannst.

 

 

Die erste Phase wird die Follikel-Phase genannt und dauert von der Menstruation bis zum Eisprung.

In dieser Zeit baut sich die Gebärmutterschleimhaut auf, um sich auf den Eisprung vorzubereiten.

Diese Vorbereitung erhöht den Energiebedarf, doch der Hormonspiegel ist am niedrigsten.

Um den Körper hierbei mit der nötigen Energie zu versorgen, wären reichlich Proteine von Vorteil.

Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, Linsen, Kichererbsen, Hähnchen

und auch Getreide wie Hafer sind in dieser Phase gute Unterstützer und Energielieferanten.

 

》Bsp.  ein wärmendes Porridge zum Frühstück und ein leckeres Linsencurry am Mittag.

 

 

Die zweite Phase ist während der Ovulation, dass bedeutet eine Eizelle macht sich auf den Weg in die Gebärmutter.

Das Follikelstimulierende Hormon (FSH) nimmt zu und regt den Eisprung an.

Diese Phase ist recht kurz und doch geht sie bei der ein oder anderen Frau mit fiesen krampfenden Unterleibs- oder Rückenschmerzen einher.

Während dem Eisprung ist es deshalb sehr gut, den Körper mit ein paar mehr Mineralien und Vitaminen zu unterstützen.

Lebensmittel wie Blattgemüse (alles was schön grün ist), Soja, Zitrusfrüchte, Käse und Nüsse können hierbei von Vorteil sein.

 

》Bsp. eine große Schüssel mit Blattgemüse, dazu ein Parmesandressing und ein paar Walnüsse.

 

 

Die dritte Phase ist die Luteal-Phase.

Wenn es zu keiner Schwangerschaft gekommen ist, wird nun kein Progesteron mehr gebildet und das Östrogen muss abgebaut werden.

In dieser Zeit baut sich die Schleimhaut verstärkt auf und hier kommen wir  zu dem nur allzu bekannten PMS (Prämenstruelles Syndrom).

Kopfschmerzen, Spannungsgefühle, unreine Haut, Heißhungerattacken, ich denke die Liste an weiteren Symptomen ist unendlich lang.

Häufig ist jedoch dieses PMS mit seinen verschiedensten Symptomen ein Hinweis darauf,

dass der Hormonhaushalt aus der Balance ist und etwas Unterstützung benötigt, um Östrogen abzubauen.

Lebensmittel und komplexe Kohlenhydrate wie Süßkartoffeln, Kartoffeln, Quinoa, Karotten und Kürbis helfen mit ihren Ballaststoffen dabei,

dass Östrogen aus dem Darm zu führen.

 

》Bsp. lege verschieden geschnittenes Wurzelgemüse deiner Wahl mariniert mit Olivenöl, Salz und Pfeffer auf ein Blech und backe es.

 

 

Nun kommen wir zu der vierten und somit letzten Phase, die Menstruation.

In dieser Phase löst sich die oberste Schleimhautschicht wieder ab.

Um diese Abzustoßen, leistet der Körper einiges und die Muskeln ziehen sich unregelmäßig zusammen und entspannen daraufhin wieder.

Bei diesem Kraftakt verliert der Körper einige Nährstoffe wie Eisen, Zink und Magnesium.

Lebensmittel wie Fleisch, Nüsse, Haferflocken, Beeren aber auch Blattgemüse können dann eine gute Eisenquelle sein.

Lebensmittel wie Avocado, Mandelmus und Leinsamen bieten gesunde Fette in dieser Phase und mein absoluter Life-Changer während der Menstruation,

die Zartbitterschokolade (80%).

Zartbitterschokolade hat einen hohen Kakaoanteil und bringt die Stimmung so richtig in Schwung.

Kakaobohnen enthalten nämlich Magnesium, Serotonin und wertvolle Antioxidantien, die eine Zellschützende Funktion aufweisen und kommt schon,

Schokolade zaubert doch fast jedem ein Lächeln ins Gesicht.

 

》Bsp. ein leckerer Smoothie mit Blattgemüse, Obst und eventuell ein paar Haferflocken am Morgen, ein Avocadobrot am Mittag und etwas Zartbitterschokolade als Snack.

 

 

Ich möchte nun nicht, dass Du mit all dem überfordert bist und nicht weißt,

wie du diese ganzen Bedürfnisse adäquat stillen und in die perfekte Balance finden kannst.

Ich möchte dich lediglich aufklären und dir zeigen wie viel dein Körper leistet und es wirklich wert ist, ihn mit guten, vielseitigen, gesunden

und vor allem unglaublich leckeren Lebensmitteln zu unterstützen.

 

Auch diese Heißhungerattacken darfst du gezielt war nehmen.

Nun weißt du wie hart es für deinen Körper ist und wie viel Energie er benötigt, um all das zu bewältigen.

Da darf er auch mal nach ein paar Kalorien mehr verlangen.

Nimm diesen Hunger gezielt an und stille ihn.

 

》Bsp. ich habe bei diesen Heißhungerattacken gerne mal das Bedürfnis, ein Fastfood-Restaurant aufzusuchen. Was würde ich dann für einen Burger und eine Portion Pommes geben. Gut, offensichtlich sehnt sich mein Körper und Hormonhaushalt nach Energie. Ich ersetze die Pommes durch leckere Ofenkartoffeln und kreiere mir ein tolles Vollkornsandwich mit Avocado, Spinat, Hähnchenbrustfilet, gutem Bergkäse und einem Spiegelei“

 

Wie Ihr seht spreche ich nicht gerne von Verzicht und gegen einen gelegentlichen  Besuch bei einem Fastford-Restaurant habe ich auch nichts,

ich halte viel von einer intuitiven Ernährungsweise.

Unser Körper gibt uns schon die richtigen Signale, was er will und braucht.

Nun liegt es aber an uns, aus welcher Perspektive wir diese Signale sehen und welche Lebensmittel wir dabei in Betracht ziehen.

 

Falls Du noch mehr und genauer über das Zusammenspiel von Hormonen, dem weiblichen Zyklus

oder über eine intuitive Ernährung erfahren möchtest oder noch Fragen hast,

lass es mich in den Kommentaren oder auf meinem Instagram-Profil (lena_backliebe_) wissen.

Ich freue mich über euer Feedback.

 

 

Nun schließe ich diesen Blogbeitrag mit einem letzten Satz.

You’re worth it!

 

 

 

(Dieser Blogbeitrag ist nur eine sehr grobe Beschreibung des weiblichen Zyklus und geht nur auf die für mich wichtigsten Aspekte ein. Er basiert zu einem Teil, aus wissenschaftlich und medizinisch nachgewiesenen Fakten und zum anderen Teil, aus eigenen Erfahrungen und Erkenntnissen. Jede Frau ist ein Unikat und hat unterschiedliche Bedürfnisse und Wahrnehmungen. Deshalb ist dieser Beitrag nur eine Anregung und keine festgelegte Vorgabe, wie man sich ernähren muss.)

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